Manchmal höre ich nach einer Hochzeit:
„Was für ein Glück mit dem Licht.“
Ich lächle dann. Denn natürlich spielt Licht eine Rolle. Aber Glück ist kein Konzept, auf das ich mich verlasse.
In Heidelberg habe ich Trauungen bei strahlender Frühlingssonne begleitet – und bei dichtem Nebel. In Frankfurt moderne Glasarchitektur mit extremen Kontrasten fotografiert. In der Toskana weiches Abendlicht, am Comer See dramatische Wolkenformationen. Und in Paris wechselnde Lichtstimmungen innerhalb von Minuten.
Licht ist nie konstant. Es ist eine Variable.
Erfahrung bedeutet für mich, Licht lesen zu können. Zu wissen, wo ich ein Paar positioniere, ohne dass es künstlich wirkt. Zu erkennen, wann ein Moment entsteht – bevor er sichtbar wird.
Ein Ringwechsel dauert wenige Sekunden. Eine Träne noch kürzer. Ich habe keine Zeit, über Einstellungen nachzudenken. Technik muss intuitiv funktionieren. Entscheidungen müssen selbstverständlich sein.
Was von außen wie Leichtigkeit wirkt, ist das Ergebnis von Wiederholung. Von tausenden Situationen, die ich bereits erlebt habe.
Glück begünstigt vielleicht den Unvorbereiteten manchmal.
Aber Verlässlichkeit entsteht durch Können.
Und Verlässlichkeit ist das, was ich Paaren verspreche – egal ob in Mallorca, Italien oder in Heidelberg.