Das klingt zunächst widersprüchlich. Schließlich lebt man als Hochzeitsfotograf von Buchungen.
Und doch ist es mir wichtig, ehrlich zu sein: Ich bin nicht für jede Hochzeit der richtige Fotograf.
Ich arbeite seit über drei Jahrzehnten in diesem Bereich. In Deutschland, Italien, Frankreich… Unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Stile, unterschiedliche Erwartungen. Was sich aber nie verändert hat, ist mein Anspruch an Authentizität.
Ich bin kein Fotograf, der permanent Regie führt. Ich bin kein Produzent von Trends, die in zwei Jahren überholt sind. Ich suche Tiefe, Ruhe, Echtheit.
Wenn ein Paar eine Hochzeit plant, die ausschließlich auf Inszenierung ausgerichtet ist, bei der jedes Bild wie ein Werbeshooting wirken soll, dann bin ich möglicherweise nicht die beste Wahl. Und das sage ich offen.
Genauso wichtig ist für mich die persönliche Ebene. Ihr verbringt an eurem Hochzeitstag mehr Zeit mit mir als mit vielen eurer Gäste. Wenn die Chemie nicht stimmt, wird man das sehen. Nicht offensichtlich. Aber subtil. In Körperhaltung. In Blicken. In Distanz.
Deshalb führe ich vor jeder Buchung ein intensives Gespräch. Nicht als Formalität, sondern um zu verstehen: Wie tickt ihr? Was ist euch wichtig? Sucht ihr eine dokumentarische Begleitung oder starke Inszenierung? Möchtet ihr Nähe oder diskrete Distanz?
Diese Auswahl ist kein Luxus. Sie ist Qualitätskontrolle.
Wenn wir zusammenarbeiten, dann mit gegenseitigem Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen spürt man später in den Bildern.